Neu: #27 „Komm ins Spiel!" ist da – bis 4.9. gibt's das große NN Spiele-Set dazu.

Caring Companies

Freundliche Übernahme

  • Text: Jessi von Balzekovic

Als mich Laura gefragt hat, ob ich ihren Newsletter Caring Companies über­nehmen möchte, musste ich nicht lange über­legen – ich habe sofort und begeistert zugesagt.

Bevor ich im Juni zu NN gekommen bin, war ich acht Jahre Wirtschafts­redakteurin bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Dort habe ich mich mit Unter­nehmen und Wirtschafts­politik beschäftigt und mich dabei immer für die Menschen hinter den Konzern­zahlen und Gesetzes­entwürfen interessiert – beispiels­weise welche Rechte arbeitende Mütter haben, die ihre Kinder weiterhin stillen möchten. Eine Caring Company macht das möglich (und muss es per Gesetz auch).

Dann wurde ich Mutter und war plötzlich selbst so etwas wie ein fürsorgendes Unter­nehmen – für meine zwei Kinder. Mutter zu sein hat meinen Blick auf Geschlechter­gerechtigkeit und Sorge­arbeit geschärft wie kein Artikel, kein Buch, keine Talkshow oder keine Debatte zuvor. Manche Dinge verstehen wir vielleicht erst dann so richtig, wenn wir sie selbst erfahren.

Empathie als Brücken­bauerin

Es gibt ein magisches Wort, das zumindest eine Annäherung möglich macht: Empathie. Der Duden definiert sie als die „Bereit­schaft und Fähig­keit, sich in die Ein­stellungen anderer Menschen einzufühlen“.

Indem wir empathisch mit anderen Menschen sind, können wir die Informations­asymmetrie zwischen unseren und den Erfahrungen anderer etwas aus­gleichen. Wir können sie zu Wort kommen lassen, ihnen zuhören und ihre Bedürfnisse anerkennen.

Und jetzt Du

Genau das ist es, was Caring Companies ausmacht. Sie sorgen (wie Laura es in ihrem aller­ersten Newsletter so schön formuliert hat) dafür, dass alle im Team gut arbeiten können. Dass die persönlichen Umstände der Mit­arbeitenden wirklich gesehen werden. Und hier spreche ich natürlich nicht nur von Müttern, sondern von allen marginali­sierten Gruppen in unserer Gesell­schaft und Arbeits­welt. Niemand soll aus­geschlossen oder benach­teiligt werden.

Mit diesem Anspruch übernehme ich auch diesen Newsletter. Ich möchte empathisch mit euch und euren Heraus­forderungen sein, Brücken bauen und unser Mitgefühl für­einander stärken. Davon braucht es gerade in diesen Zeiten noch viel, viel mehr.

Und dazu könnt ihr beitragen: Welche Organisation kümmert sich richtig gut um ihre Mit­arbeitenden? Was beschäftigt oder bewegt euch gerade? Schreibt mir jetzt und in Zukunft, was ihr euch von diesem Newsletter wünscht und nehmt mich mit in eure Lebens­realität!

Ich freue mich auf ganz viel Fürsorge mit euch!

Jessi und das Team von Neue Narrative

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