Ich gebe zu: Ich bin heilfroh, dass die Corona-Pandemie erst 10 Jahre nach Ende meines Studiums begann, denn mir persönlich fiel es früher extrem schwer, von zuhause aus zu arbeiten. So hatte ich damals zig Arbeitsplätze über ganz Marburg verteilt: in Cafés, in Bibliotheken, in der Mensa.
Auch nach meinem Studium habe ich fast ausschließlich in Büros gearbeitet. Ein Jahr lang bin ich deswegen jeden Tag einen gruselig gefährlichen Weg von Friedrichshain in den Wedding mit dem Fahrrad gefahren.
Auch wenn ich mir das früher nicht vorstellen konnte: Inzwischen freue ich mich, in einer Remote-Firma wie Neue Narrative zu arbeiten. Den täglichen Horrortrip mit meinem Fahrrad vermisse ich nämlich wirklich nicht.
Remote als das neue Normal
NN gründeten wir ein paar Monate bevor der erste Lockdown kam und alle dazu zwang, von zuhause aus zu arbeiten. Ich hatte bis dahin drei Dinge angenommen, die sich alle als falsch erwiesen: Erstens dachte ich, ich könne nicht von zuhause aus arbeiten. Zweitens dachte ich, man könne keine Menschen einstellen, die man nie physisch getroffen habe. Und drittens dachte ich, man könne keine Firmenkultur entwickeln, wenn alle nur zuhause säßen.
Für mich war der größte Effekt der Pandemie, dass wir gezwungen wurden, Dinge auszuprobieren, die vorher als unmöglich galten.
Nach dem offiziellen Ende der Pandemie habe ich wieder eine Sache fest angenommen, die sich als falsch erwiesen hat: Ich war mir sicher, das Zeitalter der Präsenzarbeit war vorbei. Hatten nicht gerade die allermeisten Firmen erlebt, dass Menschen von zuhause aus genauso gut arbeiten können wie im Büro?
Heute gehen sehr viele Menschen wieder ins Büro, und natürlich liegt das nicht nur daran, dass Firmen das wollen. Ich kenne auch unzählige Menschen, die froh sind, ihre Video-Konferenzen nicht mehr am Küchentisch machen zu müssen. Ich zähle jetzt nur nicht mehr dazu.
Wir hatten in der Pandemie dem Team die Frage gestellt, wie sie sich den perfekten Arbeitsplatz vorstellen. Die Antwort darauf war legendär: Die meisten NNies wünschten sich ein festes Büro bei sich in der Straße, wo sie jederzeit hingehen und alle anderen treffen könnten (aber eben nicht müssten). Weil wir bis heute keinen Weg gefunden haben, das umzusetzen, arbeiten wir also erstmal weiter von zuhause.
Eine sichere Woche wünschen
Sebastian und das Team von Neue Narrative
Eine Frage, die dich durch die Woche begleiten soll: Wenn du den perfekten Arbeitsplatz für dich gestalten könntest, wie sähe er aus?
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