Vor ziemlich genau sieben Jahren ist mein erstes Buch erschienen: „Der Loop Approach: Wie du deine Organisation von innen heraus transformierst“. Auch wenn sich meine Sicht auf Organisationen seitdem weiterentwickelt hat, das Buch finde ich immer noch ziemlich gut.
Das liegt daran, dass viele kluge Menschen daran mitgewirkt haben. Und, dass wir damals viele der besten Tools und Methoden für teambasierte Organisationsentwicklung zusammengetragen haben. Alle davon haben heute noch Gültigkeit. Vieles stammt aus der gewaltfreien Kommunikation, aus Holacracy oder dem Design Thinking.
Klarheit, Ergebnisse, Evolution
Wenn du das Buch kennst, wirst du merken, dass wir uns einige Gedanken über Didaktik gemacht haben. Es gibt viele Visualisierungen, und ehrlich gesagt finde ich die auch am wertvollsten in dem Buch. Ich selbst kann Inhalte immer besser verarbeiten, wenn ich auch ein Bild dazu habe. Deswegen hat mich auch das Feedback eines Rezensenten sehr verwundert, der sich auf Amazon beschwert hat, das Buch sei voller Bilder. Machen die ein gutes Handbuch nicht aus?
Neben Bildern gibt es auch einige Anspielungen auf andere Bücher: So sind die „7 Tugenden Effektiver Organisationen“ an die „7 Habits of Highly Effective People“ angelehnt.
Zentral am Loop ist natürlich der Loop, von dem ich behaupten würde, dass jede Organisation und jedes Team ihn immer und immer wieder durchläuft: Erst kommt die Klarheit, dann die Ergebnisse und dann das Lernen oder die Evolution. An diesem Dreiklang orientieren sich sowohl die drei Loop-Module, als auch meine eigene Arbeitsstruktur. Und um dir bereits ein kleines Geheimnis zu verraten: Bei Neue Narrative machen wir demnächst sogar drei Hefte, die diesem Dreiklang thematisch folgen werden 😱.
„Jede Arbeit sollte zyklisch gedacht sein, und jede Phase des Zyklus erfordert ein eigenes Mindset.“
So banal es klingt: Gute Arbeit beginnt immer mit Klarheit. Wenn wir uns nicht die Mühe machen, ein gemeinsames Bild davon herzustellen, wohin die Reise geht, dann werden wir niemals ankommen. Aus diesem Planungs-Mindset wechseln wir dann in das Umsetzungs-Mindset. Wir wenden alle Energie auf, um Ergebnisse zu schaffen. Und dann ist es Zeit, ein oder zwei Schritte zurück zu treten, zu reflektieren, kritisch zu bewerten, um möglichst viel zu lernen. Auch das erfordert ein eigenes Mindset. Und dann geht die Reise wieder von vorne los.
Dieser Dreiklang spielt für mich im Großen wie im Kleinen eine wichtige Rolle. Ich versuche, jeden Tag, jede Woche, jeden Monat und natürlich auch jedes Jahr danach zu strukturieren. Und achte darauf, dass jedes Team, mit dem ich arbeite, diesen Strukturgedanken irgendwie lebt. Ich weiß, diese Erkenntnis ist ziemlich banal, aber sind die nützlichsten Dinge nicht meistens ziemlich banal?
Eine gut geloopte Woche wünschen
Sebastian und das Team von Neue Narrative
Eine Frage, die dich durch die Woche begleiten soll: Wo in deiner eigenen Arbeit entdeckst du den Kreislauf aus Klarheit, Ergebnissen und Evolution wieder?
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